Kleider machen Leute

Habt ihr gestern die royale Hochzeit in Stockholm gesehen? Es war sooo romantisch, das man sich fast eine Monarchie in Deutschland wünscht, nur um solche schönen Hochzeiten, Taufen, Inthronisierungen und Paraden zu erleben.

Und was sahen alle schön aus! Wunderbare Kleider, Uniformen, hier und da ein kleiner Orden und eine Schärpe, dazu funkelnde Diademe – eine echte Augenweide. Und mal ehrlich, Maxima oder Prinzessin Victoria in einem schlichten Cocktailkleid, einem Hosenanzug oder gar Jeans, das geht zu solch einem Anlass einfach nicht. Dafür gibt es klare Etikette und es wird sich daran gehalten.

Heute morgen bei uns im Gottesdienst war dann das totale Kontrastprogramm – ein junger Mann in Dreiviertel-Baggypants und T-Shirt mit irgendeinem Festivalaufdruck beim Abendmahl Muss das sein?

Vielleicht bin ich etwas spießig oder konservativ, aber ich finde, dass es in letzter Zeit vielen vor allem jüngeren Leuten einfach an der Fähigkeit mangelt, sich dem Anlass entsprechend anzuziehen. Da sieht man karierte „Jack-Wulfskin“-Outdoorhemden oder „Camp David“ T-Shirts auf Omas Familienfeier oder eben Baggypants oder Sandalen (mit weißen Socken) beim Gottesdienst.

Keiner verlangt, dass man sich in Frack und Fummel wirft, aber ist es nicht eine Frage des Respekts der Oma oder der Gemeinde oder wem auch immer gegenüber, dass man sich ordentlich anzieht? Eine ordentliche lange (Stoff)-Hose und ein Oberhemd (möglichst ohne die hässlichen Rundrum-Aufdrucke und Stickereien) sollte jeder Mann doch im Schrank haben. Hemden gibts übrigens auch bügelfrei.

Und übrigens, liebe Männer: Frauen finden einen gepflegten Mann im gutsitzenden Anzug sehr anziehend.

Also, gebt euch mal ein bisschen mehr Mühe!

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2 Gedanken zu „Kleider machen Leute

  1. Wie jemand in einem Gottesdienst (oder auf Omas Geburtstag erscheint) erscheint ist für mich zweitrangig, dass er überhaupt dort erscheint ist das Positive. Und da ist es mir dann auch wurscht ob in chic oder mit den Klamotten, die eben die betreffende Person trägt und in der sie sich wohl fühlt. Geschmäcker sind verschieden (und das ist ja auch gut so) und solange alle markanten Körperstellen bedeckt sind und alles sauber und frisch gewaschen ist, so what?

    LG
    Martina

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