Färbetechniken

Färbetechniken © Foto: HotsockHier ist neben den Farbmischungen das größte Experimentierfeld beim Färben. Was möchte ich erreichen? Große Farbabschnitte, kleine Flecken, einheitliche Farbe oder wild gemustert? Danach richtet sich die Technik. Auf der Unterseite zum Verstricken von handgefärbtem Garn gibt es weitere Hinweise, wie sich die unterschiedliche Farbverteilung auf das Strickbild auswirkt.

Hier ein paar Techniken, die ich größtenteils schon selbst angewandt habe und die schöne (und manchmal auch interessante) Ergebnisse erzielt haben:

Tauchfärbungen (auch Kesselfärben genannt)
Am einfachsten ist es, das Garn in die Farblösung einzutauchen – eventuell langsam nacheinander, dann bekommt man eine Farbschattierung im Strang. Bei dieser Methode kann man die Farbe auch direkt im Topf anrühren und dann erhitzen. Eine Variante ist es, die Zipfel des Strangs in verschiedene Gläser mit Farblösung zu hängen – die Übergänge müssen aber meist nachgearbeitet werden, weil sie sonst weiße Stellen bilden.

Anmalen:
Am besten das Garn auf einem Backblech auslegen und mit Pinseln oder Spritzflaschen kunterbunt anmalen (dabei die Farbstellen kneten, damit sich die Farbe rundrum im Strang verteilt). Malt man verschiedene Farben übereinander, entstehen Farbverläufe. Je kürzer die einzelnen Abschnitte sind, desto besser verteilen sich dann die Farben im Gestrick und bilden weniger Flecken (es sei denn, man möchte das).

Chamäleonfärben:
Hier wird der Strang locker zusammengedreht und in eine flache Schale mit Farblösung gedrückt. Neu zusammendrehen, in eine ander Farbe legen usw. Ziemlich aufwändig und man hat viele weiße Stellen im Garn.

Knäuelfärben:
Man kann ein lockeres oder festes Knäuel wickeln, am besten mit einem Wollwickler, oder ein fertiges, industrielles Wollknäuel verwenden – (Wer mag, auch ein doppeltes – das gibt dann zwei identische Stränge für Socken). Dann das Knäuel beliebig in eine Farblösung tauchen, darin rollen oder mit einer Spritzflasche Farbe in das Knäuel hineinspritzen – das gibt interessante Effekte, aber nie eine komplette Färbung, sondern vor allem innen immer gescheckte Stellen. Man benötigt viel Farbe. Nach dem Fixieren das Knäuel zum Strang wickeln und nach dem Trocknen wieder zu einem oder zwei Knäulen – das Wickeln ist etwas nervig.

(Socken)blanks
Hier wird aus dem Garn ein glattes Strickstück gestrickt und diese wie eine Leinwand angemalt (wie beim Knäuelfärben auch wieder mit doppelter Sowo für identische Socken möglich). Hier kann man gesättigte Färbungen mit Farbverläufen erreichen, wenn man den Blank quer bemalt. Nach dem fixieren auftrennen und neu wickeln.

Beim ersten und vielleicht zweiten Mal wird es wie bei mir vermutlich eine wilde Farbkleckserei werden, danach kommen die sanfteren Techniken und Farbverläufe – beides ist reizvoll und macht Spaß. Wer sich mit Farbenlehre und die Wirkung verschiedener Farben bzw. deren Mischungen genauer befassen möchte, findet hier bei Zeenas Wolloase interessante Lektüre.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s