Garnauswahl

Wolle zum Färben vorbereitet © Foto: Hotsock Ob eine Färbung schön und leuchtend oder stumpf wird, hängt neben den Farben auch von der Auswahl des richtigen Färbegarns ab.

Grundsätzlich kann man mit Säurefarben bzw. Lebensmittel- oder Ostereierfarben nur tierische Fasern färben, also Wolle, Seide, Alpaka, Kaschmir usw. Bei Baumwolle funktioniert es nicht oder nur ganz schlecht. Zum Färbeprozess gehört Säure, also Essig oder Zitronensäure (wie in KoolAid enthalten). Die Säure dringt in die Faserstrukturen ein und nimmt quasi die Farbe mit. Zuviel Säure oder zu langes Einweichen kann die Fasern schädigen und das Garn zerreißt leicht.

Umgekehrt lässt sich Wollgarn nicht gut mit Textilfarben (z.B. das bekannte Simplicol) färben – hier wird mit Salz gearbeitet. Baumwolle wiederum nimmt diese Farbe gut an.

Bei Pflanzenfärbungen wird häufig Alaun (Kaliumaluminiumsulfat) in der Zutatenliste erwähnt. Dieses Salz dient dazu, die Farbstoffe aus den Pflanzenteilen zu lösen, damit diese sich in den Garnfasern festsetzen können. Damit habe ich keine Erfahrung.

Reine Chemiefasern lassen sich mit keiner der Methoden färben. Bei Mischgarnen muss der Wollanteil deutlich überwiegen. Ist er zu klein, entsteht ein meliertes Garn oder nur eine blasse Farbe (je nachdem, wie das Garn versponnen wurde).

Für Anfänger am besten geeignet ist Sockengarn mit 75 % Wolle und 25 % Polyamid (oder ein Lacegarn in ähnlicher Zusammensetzung), Dieses Garn gibt es bei vielen Anbietern als Strang oder Kone. Man kann natürlich auch ein Knäuel kaufen und zum Strang umwickeln (außer man will eine Knäuelfärbung machen), Für die ersten Versuche muss es kein Highend-Garn sein.

Ich bestelle gern bei Supergarne, weil es hier verschiedene Qualitäten und auch Glitzergarn direkt als Strang gibt. Andere schwören auf Garn von Zitron. Man kann auch Konen kaufen (z.B. bei Wollpapst) und sich selbst Stränge wickeln. Dabei kann man auch 150 g oder 200 g aufwickeln und so genug Garn für ein Tuch oder zwei Paar Socken auf einmal einfärben.

Und noch ein Tipp: Manche fertig konfektionierten Stränge sind nur einmal oder zweimal abgebunden. Lieber noch zusätzlich ein bis zweimal abbinden, das erspart viel Ärger.

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